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Ost-West statt Süddach: Wann sich „verteilte“ PV-Anlagen besonders lohnen

Warum eine Ost-West-PV-Anlage oft sinnvoller ist als ein reines Süddach – besonders für Eigenverbrauch.

MD roofenergie GmbH - Solaranlagen & Photovoltaik

Süddach = immer am besten? Ein verbreiteter Irrtum

Lange galt: „Süddach oder gar keine PV.“
Heute ist das deutlich differenzierter.

Ja, eine exakt nach Süden ausgerichtete PV-Anlage liefert meist den höchsten Jahresertrag pro kWp. Aber: Für viele Haushalte oder Betriebe ist nicht der letzte Prozentpunkt Ertrag wichtig, sondern:

  • Wann der Strom anfällt
  • wie gut er zum eigenen Verbrauch passt
  • und wie viel Eigenverbrauch dadurch möglich ist

Genau hier haben Ost-West-Anlagen und „verteilte“ Dachflächen (z. B. Ost + West, Süd + West) große Vorteile.

Wie sich Ost-West und Süd auf die Ertragskurve auswirken

Die Unterschiede zwischen Süd- und Ost-West-Ausrichtung liegen weniger im Jahresertrag als in der Tagesverteilung:

  • Südanlage
    – hoher Mittags-Peak, morgens und abends vergleichsweise wenig
  • Ost-West-Anlage
    – breiter Solarertrag über den Tag, morgens mehr (Ost), nachmittags/abends mehr (West), dafür geringere Mittags-Spitze

Typisch:

AusrichtungTagesverlauf der PV-LeistungCharakteristik
SüdStarke Mittags-Spitze, flache Morgen- und AbendwerteMaximaler Ertrag zur Mittagszeit, höhere Mittagseinspeisung
Ost-WestZwei flachere Peaks (morgens und nachmittags), breiter „Solar-Tag“Besser zum typischen Verbrauchsprofil, weniger extreme Mittagsspitze

Praxis: Eine gut geplante Ost-West-Anlage bringt oft nur 10–15 % weniger Ertrag pro kWp als eine ideale Südanlage – kann aber beim Eigenverbrauch und bei der Netzintegration sogar im Vorteil sein.

Wann eine Ost-West-PV-Anlage besonders sinnvoll ist

1. Wenn Sie viel morgens und abends verbrauchen

Typisch für viele Haushalte:

  • morgens: Bad, Frühstück, Kaffeemaschine, erste Waschladung
  • abends: Kochen, Spülmaschine, Unterhaltungselektronik, Beleuchtung

Hier passt eine Ost-West-Anlage oft besser zum Verbrauch – der Solarstrom steht genau dann zur Verfügung, wenn Sie zu Hause sind.

2. Wenn Sie Ihren Eigenverbrauch maximieren möchten

Mit einer starken Mittags-Spitze einer Südanlage passiert schnell Folgendes:

  • Mittags produzieren Sie mehr Strom, als Sie selbst benötigen
  • Überschüsse werden günstig eingespeist
  • morgens/abends beziehen Sie trotzdem viel Netzstrom

Eine Ost-West-Anlage:

  • produziert weniger übersteile Mittagsspitzen,
  • verteilt die Leistung gleichmäßiger,
  • erhöht oft den Eigenverbrauchsanteil – und damit die Wirtschaftlichkeit.

3. Wenn Ihre Dachflächen anders gar nicht optimal genutzt werden können

Viele Dächer bieten:

  • eine Ost- und eine Westfläche
  • nur wenig unverschattete Südfläche
  • oder eine Geometrie, bei der sich Süd nicht gut belegen lässt (Gauben, Kamine, Nachbarschatten)

Statt „Alles oder nichts“ auf kleiner Südfläche kann es sinnvoll sein, Ost+West voll auszunutzen und so insgesamt mehr kWp unterzubringen.

4. Wenn Sie Netzanschlusspunkte und Leistungsspitzen im Blick haben

Besonders bei größeren Anlagen (z. B. Betriebe, Mehrfamilienhäuser) kann eine Ost-West-Ausrichtung helfen, Leistungsspitzen zu begrenzen, was:

  • die Netzintegration erleichtert
  • den notwendigen Netzanschluss (und ggf. Trafo) entlastet
  • Lastmanagement-Systeme vereinfacht

Ost-West vs. Süd: Wo liegen die wirtschaftlichen Unterschiede?

Die Wirtschaftlichkeit hängt immer von vielen Faktoren ab (Strompreis, Vergütung, Dach, Verschattung, Speicher…). Stark vereinfacht lässt sich sagen:

  • Pro kWp liefert eine ideale Südanlage etwas mehr Jahresertrag
  • Eine Ost-West-Anlage kann dafür:
    mehr installierte Leistung auf derselben Dachfläche ermöglichen (z. B. flaches Flachdach in zwei gegeneinander geneigten Reihen)
    besseren Eigenverbrauch erzielen
    geringere Mittagsspitzen erzeugen (Netzfreundlichkeit)

Gerade auf Flachdächern werden Ost-West-Aufständerungen oft bewusst gewählt, um:

  • mehr Module auf die Fläche zu bringen,
  • den Abstand zwischen den Reihen zu reduzieren,
  • und Wind- & Statiklasten besser zu verteilen.

Welche Ausrichtung passt zu welchem Haushalt?

Haushalt / NutzungTypische SituationOft passende Lösung
Berufstätige ohne HomeofficeTagsüber wenig zu Hause, Verbrauch v. a. morgens & abendsOst-West oder Süd + Speicher, um die Randzeiten abzudecken
Homeoffice / viel TagesanwesenheitVerbrauch über den ganzen Tag verteiltSüd oder Kombination Süd + Ost/West, ggf. größer ausgelegt
Gewerbe / BüroHauptverbrauch tagsüber, wenig abendsSüd oder Ost-West – je nach Dachfläche und Lastprofil
Flachdach ohne starke VerschattungViel freie Fläche, flexible Aufständerung möglichOst-West-Aufständerung, um Fläche und Eigenverbrauch zu maximieren

Natürlich ersetzt diese Tabelle keine detaillierte Planung – sie gibt Ihnen aber ein Gefühl dafür, wann verteilter Ertrag über den Tag wichtiger ist als der letzte Prozentpunkt maximaler Südertrag.

Was bedeutet das für Ihre eigene Planung?

Wenn Sie über eine PV-Anlage nachdenken und „nur Ost/West“ zur Verfügung haben, ist das kein Nachteil – im Gegenteil: Oft passt genau diese Verteilung perfekt zu Ihrem Alltag.

Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Wann verbrauchen Sie am meisten Strom?
  • Gibt es mittelfristig Pläne für E-Auto oder Wärmepumpe?
  • Wie sehen Ihre Dachflächen wirklich aus (Fotos, Pläne, Verschattung)?
  • Möchten Sie maximalen Ertrag oder maximalen Eigenverbrauch?

Die beste Lösung entsteht meist aus dem Gesamtpaket:
Dach, Technik, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe, Tarif – und Ihrem Lebensstil.

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