1. Wenn Sie viel morgens und abends verbrauchen
Typisch für viele Haushalte:
- morgens: Bad, Frühstück, Kaffeemaschine, erste Waschladung
- abends: Kochen, Spülmaschine, Unterhaltungselektronik, Beleuchtung
Hier passt eine Ost-West-Anlage oft besser zum Verbrauch – der Solarstrom steht genau dann zur Verfügung, wenn Sie zu Hause sind.
2. Wenn Sie Ihren Eigenverbrauch maximieren möchten
Mit einer starken Mittags-Spitze einer Südanlage passiert schnell Folgendes:
- Mittags produzieren Sie mehr Strom, als Sie selbst benötigen
- Überschüsse werden günstig eingespeist
- morgens/abends beziehen Sie trotzdem viel Netzstrom
Eine Ost-West-Anlage:
- produziert weniger übersteile Mittagsspitzen,
- verteilt die Leistung gleichmäßiger,
- erhöht oft den Eigenverbrauchsanteil – und damit die Wirtschaftlichkeit.
3. Wenn Ihre Dachflächen anders gar nicht optimal genutzt werden können
Viele Dächer bieten:
- eine Ost- und eine Westfläche
- nur wenig unverschattete Südfläche
- oder eine Geometrie, bei der sich Süd nicht gut belegen lässt (Gauben, Kamine, Nachbarschatten)
Statt „Alles oder nichts“ auf kleiner Südfläche kann es sinnvoll sein, Ost+West voll auszunutzen und so insgesamt mehr kWp unterzubringen.
4. Wenn Sie Netzanschlusspunkte und Leistungsspitzen im Blick haben
Besonders bei größeren Anlagen (z. B. Betriebe, Mehrfamilienhäuser) kann eine Ost-West-Ausrichtung helfen, Leistungsspitzen zu begrenzen, was:
- die Netzintegration erleichtert
- den notwendigen Netzanschluss (und ggf. Trafo) entlastet
- Lastmanagement-Systeme vereinfacht